Bundeslebensmittelschlüssel frei nutzbar
Der Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) wurde aktualisiert und ist jetzt erstmals lizenz- und kostenfrei nutzbar. Den Zugang zum BLS finden Sie hier.
Der BLS ist Deutschlands nationale Nährstoffdatenbank. Er ist ein Standardinstrument in der Ernährungsforschung und bildet eine Datenbasis für die Ernährungsberatung sowie für die Berechnung der Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln. Die aktuelle Version 4.0 umfasst rund 7.140 Lebensmittel mit insgesamt 138 Nährstoffen.
Pflege und Entwicklung des BLS erfolgen seit 2004 am Max Rubner-Institut (MRI). Ziel des BLS ist es, aktuelle und qualitativ hochwertige Nährstoffdaten bereitzustellen, die die Verzehrsgewohnheiten in Deutschland möglichst genau wiedergeben. Die Daten des BLS kommen in der Ernährungsforschung, der Politik- und der Ernährungsberatung zum Einsatz. Sie können aber auch von der Lebensmittelwirtschaft genutzt werden.
Nährwertangaben zu vorverpackten Lebensmitteln dürfen neben eigenen Analysen als Quelle auch auf Berechnungen auf Grundlage von allgemein nachgewiesenen und akzeptierten Daten beruhen. Bei den Daten des BLS handelt es sich um solche wissenschaftlich basierte und mithin akzeptierte Daten. Lebensmittelunternehmer können sich mit ihren Nährwertangaben deshalb an den Daten des BLS orientieren bzw. diese übernehmen, sofern die Ergebnisse der betrieblichen Eigenuntersuchungen innerhalb der zulässigen Schwankungstoleranzen liegen.
Aber auch andere nährwertbezogene Angaben können im Hinblick auf den BLS abgesichert werden. Zu denken ist beispielsweise an Reduziert-Aussagen im Zusammenhang mit einzelnen Nährwertangaben. Hierfür ist regelmäßig eine Reduktion des betroffenen Nährstoffes um mehr als 30 % erforderlich. Als Ausgangspunkt für eine solche Berechnung kann ebenfalls auf die Daten des BLS zurückgegriffen werden.
Bisher erforderte die Nutzung den Kauf einer gebührenpflichtigen Lizenz. Nunmehr steht der BLS erstmals kostenfrei zur Verfügung. Deshalb und wegen seiner enormen praktischen Bedeutung lohnt ein gelegentlicher Blick in den BLS.
Redaktion: Sascha Schigulski