Der Fachausschuss 1 Fleisch und Fleischerzeugnisse der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission hat den Sachstandsbericht zu den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert. Die Fassung mit Stand vom 11.02.2026 kann hier abgerufen werden.

In der 76. Sitzung vom 10. und 11.02.2026 befasste sich der Fachausschuss vor allem mit den Ergebnissen des Anhörungsverfahrens, das im Anschluss an die 74. Sitzung eingeleitet worden war. Einen Schwerpunkt bildeten dabei erneut verschiedene „Produkte aus gewolftem und ähnlich zerkleinertem Fleisch“, insbesondere Geflügelhackfleisch und Geflügelburger. Darüber hinaus hat der Fachausschuss festgestellt, dass Bezeichnungen wie „Hamburger“, „Chicken Burger“ oder „Geflügelburger“ nicht nur für das mit den Patties hergestellte Endprodukt, sondern auch für die Patties selbst übliche Bezeichnungen darstellen.

Weitere Diskussionen erfolgten über einen Antrag zur Aufnahme der Produkte „Oberschlesische Frankfurter“ und „Schlesische Knoblauchwurst“. Hier sollen ergänzende Angaben eingeholt werden. Der Antrag zur Wiederaufnahme der „Norddeutschen Bregenwurst“ soll in der nächsten Fachausschusssitzung diskutiert werden.

Ein zum wiederholten Mal diskutiertes Thema ist die Bezeichnung von Kochschinken. Hier hat zwischen Juli und September 2025 eine Umfrage stattgefunden, deren Ergebnisse ausgewertet wurden und zur Einberufung einer neuen Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Kennzeichnungsanforderungen geführt haben.

Schließlich wurde abgelehnt, die Begriffe „Panade“ und „Backteig“ in den Leitsätzen zu definieren und es wurden verschiedene redaktionelle Anpassungen vorgenommen. Darüber hinaus sollen bis zur nächsten Sitzung Vorschläge für redaktionelle Anpassungen erarbeitet werden, die die Formulierung hinsichtlich der Kennzeichnungsanforderungen betreffen.

Im Hinblick auf die unter Leitsatzziffer 2.1.5 „Produkte aus gewolftem oder ähnlich zerkleinertem Fleisch“ fallenden Produkte werden die ausgearbeiteten Änderungsanträge dem Plenum in der nächsten Sitzung vorgelegt und im Falle der Annahme nach Prüfung durch die zuständigen Bundesministerien veröffentlicht.

 

Redaktion: Christian Weigel